Verbrecher Verlag - gute Bücher

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Tilo Prückner ist gestorben

 

Tilo Prückner ist am 2. Juli in Berlin gestorben.

Er war ein großer Schauspieler und ebenso war er ein Autor, mit dem man nicht nur bestens zusammenarbeiten konnte – man konnte auch sehr gut mit ihm feiern.

Die Welt verliert mit ihm einen uneitlen Künstler, der sich bei allem Wissen um sein Können doch nie für etwas Besseres hielt.

Und wir verlieren einen Freund.

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Neuerscheinungen

Südafrikanische Juden und Jüdinnen stellten im Verhältnis zu ihrer Anzahl überproportional viele Gegner*innen der Apartheid. Hanno Plass untersucht das Phänomen der »überproportionalen« Beteiligung jüdischer Südafrikaner*innen hinsichtlich der Rolle, des Einflusses und der Motive der jüdischen Oppositionellen. Welche Erfahrungen haben sich in ihren Entscheidungen zum Widerstand niedergeschlagen?

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Zahlreiche Zeitdiagnosen kreisen um den Aufstieg autoritärer Parteien und Bewegungen. Knüpft man an die Erkenntnisse der Frankfurter Schule zum autoritären Charakter an, überrascht die Attraktivität der »falschen Propheten« keineswegs. In ihren Aufsätzen diskutieren die Autor*innen dieses Sammelbandes das Potenzial einer Theorie des Autoritarismus angesichts der gesellschaftlicher Bedingungen.

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Michael Wildenhains literarisches Schaffen umfasst Theatertexte, Gedichtbände, Kinder- und Jugendbücher, Kriminalliteratur bis hin zur Science Fiction. Den Schwerpunkt aber bilden die kritischen Gegenwartsromane. Wildenhains Romanfiguren sind oft durch Zerrissenheit gekennzeichnet: Sie agieren aus persönlichem Begehren und zugleich als Akteure innerhalb eines gesellschaftlichen Geschehens...

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Vier Männer gründen eine Band. Deshalb begeben sie sich aufs holsteinische Land. Sie wollen dort gemeinsam Musik erarbeiten. Es entstehen unvorhergesehene Songs, aber auch Spannungen im Bandgefüge. Um diese abzuleiten, schreibt jeder der vier während der Aufnahmen heimlich eine Art Tagebuch. Das Buch versammelt diese Aufzeichnungen nebst Illustrationen. Eine absurde Welt, beherrscht von größenwahnsinnigen wie liebevollen Figuren.

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Dinge passieren. Menschen auch. So sagt es jedenfalls Esther Zinn. Dass das Eingeständnis ihrer Existenz, eines unehelichen Kindes, Probleme bereitet, erfährt auch ihr Sohn auf der Beerdigung des Vaters seiner Mutter. Alexandra Riedels Debütroman »Sonne, Mond, Zinn« widmet sich einem existentiellen Thema in einer poetischen wie klaren Sprache.

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Seit einigen Jahren gibt es in der Linken Debatten darum, was der richtige Weg sei: Die einen kämpfen für Minderheitenrechte und retten das Klima, die anderen kümmern sich um ökonomische Fragen. Und zwischen beiden Seiten vergrößert sich der Riss. In diesen Konflikt greift Jan Korte ein und fordert : Es muss wieder ein Gleichgewicht zwischen den kulturellen und sozial-ökonomischen Ansichten der Linken hergestellt werden.

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Ted Gaier schreibt als teilnehmender Beobachter über Proteste in Athen und Prag oder den Widerstand einer Hausbewohner:innenschaft gegen einen Großinvestor. Er berichtet von Rassismus im Theatebetrieb sowie Marketingmethoden im Musikbusiness. Er fragt nach Mustern linker Geschichtsschreibung und früheren Avantgarden. Sein solidarischer Blick auf die Welt, die Offenheit und Klarheit, die Ironie, aber auch die Selbstzweifel des Künstlers und Aktivisten machen diesen Band aus.

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Die deutschsprachige Literatur interessiert sich nicht für die Arbeitswelt. So heißt es jedenfalls vielfach in der Literaturwissenschaft und Literaturkritik, die regelmäßig die Abwesenheit von Arbeit in der deutschsprachigen Literatur beklagen. Auf die Frage, wie sie es mit ihrer und der Arbeit allgemein halten, haben Jörg Albrecht, Jonas Lüscher, Kathrin Passig und Rainer Komers in diesem Band umfassend geantwortet.

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Während sich Leserschaft und Kritik immer noch an Brechts vollendeten Werken orientieren, ist aus der Perspektive des Archivs von seiner schriftstellerischen Arbeit kaum etwas fertig. Auch die Brechtforschung hat sich bisher unzureichend mit dem Unfertigen beschäftigt. Dieser Band stellt die fragt, ob das IUnfertige nicht auch wesentlich zu Brechts Werk gehört.

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